Bureau of Tourism & Exploration · Est. 1954 (fictional)
Montreux
Lake Geneva
Das Schloss Chillon erscheint in einer Urkunde von 1150, auf einem Felsen im Genfersee nahe dem Ufer. Das Bureau führt die Stadt unter Seestationen. Die Burg zog schon 1939 mehr als hunderttausend Besucher im Jahr an, eine Zahl, die das Verzeichnis als die älteste angibt, die es hat, nicht als die höchste. Sie steht auf Fels, im Wasser, am Fuss einer Strasse, die schon vor der Urkunde Verkehr trug. Das Bureau hält die Lage für gut gewählt und sagt das selten.
Das Abzeichen ist gezeichnet, nicht fotografiert. Jede Zeichnung arbeitet nach einer Bildvorlage, gemeinfrei oder frei lizenziert — einem Photochrom, einer Aufnahme, einer Radierung. Hier ist die für dieses Ziel verwendete Vorlage, und der Grund der Wahl.
Die Zeichnung folgt einem Photochrom der Photoglob Co. von etwa 1890-1900, verwahrt in der Library of Congress. Es zeigt das Schloss Chillon auf dem Wasser, dahinter die Dent du Midi: Ohne den Berg verlöre das Schloss seinen Massstab. Das Band trägt 1150, die erste Erwähnung der Burg in einer Urkunde Humberts III. von Savoyen. Chillon steht nicht am Seeufer, sondern auf einem daraus aufragenden Felsen, mit dem Ufer durch eine Brücke verbunden: diese Inselhaftigkeit, nicht die Architektur, macht sie kenntlich. Die Dent du Midi im Hintergrund ist keine Kulisse: ohne sie verlöre die Burg ihren Maßstab und ginge als Wohnturm durch.
Chillon & Dent du Midi
Urheber
Photoglob Co.
Bestand
Library of Congress, Photochrom Print Collection, v. 1890-1900